Wer fühlt, der lebt.

Es ist fast schon erschreckend, wie nah unsere Emotionen beieinander liegen, auch wenn wir sie als gegensätzlich auffassen. Es sollte vielleicht eher faszinierend sein. So wird Liebe und Hass gleichgestellt. Glück und Trauer werden mit demselben verbunden.

Doch sind wir uns eigentlich bewusst, dass sie nicht dasselbe sind? Sie können aus den gleichen Situationen hervorgehen. Durch dieselben Menschen können diese Emotionen entstehen. Dennoch sind sie nicht gleich. Es verbindet sie etwas, ja. Emotionen und Gefühle können nun mal leicht beeinträchtigt werden. Sie werden so oft manipuliert und benutzt. Allerdings machen sie uns menschlich. Und das wiederum macht uns verletzlich. Und wer will schon verletzt werden? Vor allem in einer Welt, wo das so schamlos ausgenutzt wird. Und dann fragen wir uns, wieso so viele Wesen ihre Menschlichkeit verloren haben. Wo die Empathie geblieben ist, die Liebe eben.
Aber Gefühle zu zeigen, seine Emotionen auszuleben, ist das, was uns zu einem Menschen macht. Es führt uns zu einer gesunden Menschlichkeit. Sie zu unterdrücken, oder gar nicht zu beachten, schadet uns in diesem Sinne also nur selbst.
Jeder von uns drückt sich anders aus, jeder fühlt anders. Ein Gefühl wird zwar verallgemeinert, indem man sagt: „Ich freue mich.“, „Ich bin glücklich.“, „Ich bin traurig.“ – Aber wie jemand diese Situation erlebt, dieses Gefühl versteht, kann keiner verallgemeinern. Denn da sind wir unterschiedlicher denn je.
Auch wenn wir sie nicht immer zeigen, uns nicht zugestehen, sie ’nur‘ im Inneren ausleben, heißt es nicht, dass sie nicht da sind. Und dass man sie nicht fühlen kann.

Denn Stille kann laut sein. Lauter als jeder Schrei eines Wutausbruchs, lauter als jede Freude vor Glück.
Die Stille ist diejenige, die uns zu Vernunft bringen kann, uns einen anderen Weg bringt, wenn wir zu laut denken. Aber sie kann uns niemals unser Gefühl nehmen, denn das ist einfach da. Es zeigt, dass wir menschlich sind. Es gehört zu uns.

In Liebe,
deine Mara Flor

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