Gesellschaftliche Thematik

„Die narzisstischen Züge unserer Gesellschaft“

Narzissmus, eigentlich ein sehr präsentes und unterschwelliges Thema und dennoch sind wir darauf kaum bedacht. Warum eigentlich? – Die Antwort darauf liegt auf der Hand. Viele der narzisstischen Züge sind breit im Umlauf und das unterbewusst. Beziehungsweise bedarf es einiger Übung, um sich dem Ganzen überhaupt bewusst zu werden oder zu machen.

Viele sagen, Hass sei das Gegenteil von Liebe. Ein Bedürfnis, das von innen heraus nach Angst schreit. Dabei ist Hass lediglich eine Aussage von Wesen, denen die Liebe in jeglicher Hinsicht verwehrt wurde.  Das ist einer der Gründe dafür, dass man im reaktiven Verhalten auf andere mit Angst reagiert. Die Angst allerdings nicht in Form von Schrecken, sondern eher „Um sich zu schlagen“. Physisch, wie auch psychisch. Das ist hier keine psychologische Analyse eines Verhaltensmusters, sondern ein Aufruf zur Aufmerksamkeit gegenüber seinem eigenen Umfeld. Mit der Aussage Hass und Liebe, durch ihre Polarität gleichzusetzen, bezeichnen wir lediglich die Ungenügsamkeit dessen, die ihre Bedeutung und Existenz niemals kennenlernen durften.

Also in einfachen Worten: Die narzisstischen Züge unseres gesellschaftlichen Lebens bestehen darin, sich an den Ängsten anderer zu nähren. Entweder um sein eigenes Selbstwertgefühl  in Massen steigern zu lassen. Oder seinem Gegenüber dermaßen zu schaden, aus welchen Gründen auch immer und das auf Kosten der anderen. Also ohne Rücksicht auf Verluste, in jeder Hinsicht. Wir sind dem Narzissmus mehr ausgesetzt, als wir es wahrscheinlich wahrnehmen. – Denn zu lieben und sich einer Liebe zu bedienen, ist mit Sicherheit nicht dasselbe. – Auch wenn das wohl viele glauben. Die Frage, die wir uns des Öfteren stellen sollten, ist eigentlich: Wozu sind wir im Stande, wenn wir uns in einem Angstzustand befinden? – Die Angst ist einer der größten Faktoren, mit dem man uns beeinflussen kann. Sie wird zur Manipulation eingesetzt. Und damit ist sie auch einer der größten Bestandteile des Narzissmus.

Wenn dich also ein Narzisst oder eine narzisstische Gesellschaft in einen Angstzustand versetzen möchten und sich deiner Liebe bedienen, indem sie dich manipulieren, dann kannst du damit rechnen, dass diese in der größten inneren Angst verweilen!


„Wer definiert die ‚Normalität‘ „?

Was bedeutet „Norm“?  Wer ist dazu befugt uns als „normalen“ Bürger oder Menschen zu betiteln? Wer hat das Recht, darüber zu bestimmen, wer oder was „normal“ ist? Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist: Was ist „normal“? – Ist es gesellschaftliche „Normalität„, dass junge Mädchen die Farben rosa und rot tragen? Und junge Jungen die Farben blau und grün? Ist das „normal“? Ist es „unnormal“, wenn sie das nicht tun? Sind sie dann anders als andere? Sind sie dann nicht konform und „unnormal“? Entsprechen sie dann keinem Idealbild mehr? – Ist es „normal“, wenn man sich der Gesellschaft und ihren ständigen Anforderungen beugt? Wenn man es allen anderen recht macht, außer sich selbst? Wenn man sich selbst aus den Augen verliert? Ist es „unnormal“, wenn man seinem Willen nachgeht und diesen durchsetzt? Ist man dann nicht „normal“ genug? – Ist es „unnormal“, wenn wir uns so zeigen wie wir sind? Ist es „unnormal“, wenn wir uns anders als der Trend kleiden? Wenn wir unsere Meinung aussprechen und äußern? Ist es „unnormal“ und nicht konform, wenn wir unseren Vorgesetzten widersprechen, weil wir anderer Meinung sind? – Nur, weil man das in der Gesellschaft nicht tut? – Wer oder was hat das Recht, den Glaubenssatz der „Normalität„, als höchste Priorität in unserer Gesellschaft mit allen Mitteln umzusetzen? Wer besitzt das Recht festzulegen, was „normal“ und „unnormal“ ist? – Wir sind Menschen, jeder so wie er ist. Jeder so wie er sein möchte. Mit den verschiedensten Eigenschaften, die uns zu genau diesem Jemand machen. Es ist nicht „unnormal“, wenn man sich für etwas entscheidet, was einem selbst entspricht. Es ist auch nicht „unnormal“, wenn uns etwas nicht gefällt, was allen anderen gefällt. Wir sind keine „Norm“ und kein Maß an dem wir uns messen sollten oder müssen. Wir sind so wie wir sind.


„Der Gedanke an die Unvollkommenheit des Menschen“

Ein wichtiges Gesprächsthema ist der Gedanke an die Unvollkommenheit des Menschen! Jeder Mensch wird durch die Gesellschaft, die Medien, die Werbungen und Anzeigen geprägt. Der menschliche Körper wird als Ideal und Makel dargestellt. Und dadurch spüren wir nicht nur physische Ausmaße an unserem eigenen Körper, sondern auch psychische und geistige Ausmaße. Medien… Werbungen… die Gesellschaft verstummen den Willen des Menschen, indem sie ihn zu einem Ideal machen und den menschlichen Körper als unvollkommen  ausdrücken. Trotz Anzeigen und Marken, die auf die Vollkommenheit des Menschen eingehen, gibt es zu genüge Schattierungen an der Unvollkommenheit des Menschen. Muskulatur, Gewicht, Aussehen und Kleidung werden angewendet, um den Menschen konform zu machen. „Bin ich gut genug?“, „Was halten die anderen von mir?“ , „Kann ich mich so zeigen oder rausgehen?“ – Das alles sind Fragen, die sich jeder von uns schon mal gestellt hat. Doch wichtig zu bedenken ist, dass kein Mensch konform sein sollte! Kein Mensch sollte von seiner Muskulatur, seinem Gesicht, dem Aussehen und der Kleidung herab gestuft werden und schon gar nicht abhängig gemacht werden. Jeder Mensch ist es wert so sein zu dürfen, wie er sich wohlfühlt!


„Wir sind alle Menschen!“

Ob klein oder groß. Ob korpulent oder schmal. Wir sind Menschen! Es geht um keine Hautfarbe, um keine Religion und auch nicht um das Geschlecht. Nicht unsere Sexualität und auch nicht unsere Herkunft machen uns aus. Wir sind nicht durch die gleiche Kleidung oder eine Marke verbunden. Wir machen uns zu Menschen, indem wir mit unserem Herzen fühlen und unsere Liebe teilen. Wir machen uns zu Menschen, indem wir uns akzeptieren und uns gegenseitig unterstützen. Wir sollten uns nicht an einem Maß messen, was uns selbst nicht entspricht. Es geht nicht darum, Vergleiche zu ziehen und so sein zu wollen, wie alle anderen sind. Es geht Vielmehr darum sich wohl zu fühlen, so wie man ist! Denn wir alle sind Menschen. Und es gibt kein „nur“ was das ändern könnte!